About

The cinema is really built for the big screen and big sound, so that a person can go into another world and have an experience.

20180421_195500.jpg

Der Film ist das Fenster in eine andere Welt. Eine Welt, in der wir unserer Fantasie freien Lauf lassen dürfen; in der sich Schauspieler in Gangster oder Elfen verwandeln, wo Raumschiffe fliegen und Dinosaurier leben. So wie die Liebe darf auch der Film alles. Steigst du durch das Fenster, hast du die Möglichkeit, dich neu zu erfinden. Nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Zuschauer. Und natürlich als Regisseur. Der Film ist ein Kunstwerk, ein künstlerischer Schaffensprozess, der viele Menschen mit einbindet, die ihre kreativen Köpfe zusammenstecken, gemeinsam erarbeiten, verwerfen, verarbeiten. Zugleich ist der Film aber auch ein Sprachrohr, gesellschaftlich wie politisch. Er vermittelt und lässt uns die Dinge wie durch ein Fernglas nachfühlen. Nicht nur die schönen oder geheimen Dinge, sondern auch die schlimmen und bösen Dinge, die unsere Welt erschüttert haben, wie Krieg und Hunger. Das Medium Film reflektiert, die Zuschauer reflektieren, und alle, die an ihm arbeiten, reflektieren.

Weil der Film so viel Projektionsfläche für Gedanken und Beobachtungen bietet, gibt es diese Kolumne. Jeder Film, über den ich schreibe, lässt mich durch ein Fenster steigen, das ich mit euch teilen will. Allerdings geht es hier nicht um klassische Filmkritik – die Filme sind mehr Anlass für bestimmte Themen, die mich berühren, beschäftigen. Der Film ist also nur das ,Ticket‘, das es mir erlaubt, in einen Bereich einzusteigen und mir eigene Gedanken dazu zu machen. Persönlich und gesellschaftlich, aber wohin mein Zug fährt, weiß ich immer erst hinterher.

Barbara Franke ist Kulturwissenschaftlerin und schreibt für das Kulturressort einer Zeitung in Bonn.

Hinterlasse einen Kommentar