Mario: Schwulsein im Strafraum

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Film: Mario (2018). Regisseur: Marcel Gisler, Lesedauer: 5 Minuten, Bild: Pro-Fun Media GmbH

Eishockey, American Football, Rugby oder Fußball – der Spitzensport scheint die letzte Bastion der Homophobie zu sein. Kein Spieler hat sich während seiner aktiven Fußballkarriere bisher öffentlich geoutet. In ,Mario‘ porträtiert der Regisseur Marcel Gisler zwei junge Männer, die sich zwischen Karriere und Selbstverwirklichung entscheiden müssen. Er widmet sich damit einem Thema, das bis heute Tabu ist.

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American Beauty: Ist es normal, nur weil alle es tun?

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Film: American Beauty (2000), Regisseur: Sam Mendes, Lesedauer: 5 Minuten, Bild: Jennifer Buttinger

And yellow leaves from the maple trees that lined our street

Wenn ich an Sam Mendes und American Beauty denke, dann erinnere ich mich nicht nur an Rosen. Ich erinnere mich immer auch an diesen einen Satz, ich erinnere mich an Vergänglichkeit, daran, dass Blätter irgendwann immer von Bäumen fallen und Rosen verblühen – und daran, dass auch Lester Burnham (Kevin Spacey) stirbt. Um diesen Umstand wissen wir schon früh, im Grunde von Anfang an. Tröstlich daran ist vielleicht nur, dass er sowieso schon tot ist. ,I am a gigantic loser‘, sagt er selbst über sich. Er, der sich der Tristesse jenes amerikanischen Vorstadtlebens ausgeliefert hat, die Peter Weir in seiner ,Truman-Show‘ noch in scheinbar warmes Licht taucht. Bei Sam Mendes ist sie an Mittelmäßigkeit nicht zu überbieten – und sie bringt uns den schonungslosen Tod. Erst mental. Dann physisch.

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